| Dem New Yorker Scheppersound aus der Garage bleibt das Post-Grunge-Quintett auf dem zweiten Album Room On Fire treu, er klingt dichter, aber auch irgendwie rumpeliger. Velvet-Underground-Akkorde werden ebenso zitiert, wie skelettierte Reggae-Rhythmen. Julian Casablancas singt gegen das hämmernde Metronom-Schlagzeug und die Gitarrenübermacht an, als müsse er Löcher in die Monotonie schlagen. Mal geht das in Richtung CBGBs-Garagenrock der Achziger, etwa auf "What Ever Happened?", mal britischen Punk-Reggae mit "Automatic Stop" und dem schon fast poppigen "Between Love & Hate". Erstmals versucht man sich auch an Refrains, minimalen Arrangements und einem etwas langsameren Song wie "Under Control". Unter ein bisschen zu viel Kontrolle leidet allerdings auch das ganze Album, weniger gebremst und vorsichtig würden manche Stücke viel mehr Feuer im Kamin entzünden. --Ingeborg Schober |