| Der Einsteiger "Superman" des fünften Stereophonics-Album könnte einen auf eine ganz falsche Spur führen, denn dort treffen sich Prince, Bowie und The Cure zu einem kleinen bedrohlichen Radio-Song. Aber dann geht es richtig los. Bei "Doorman" wird in bester The Who-Tradition mit laut aufgedrehten Vox-Verstärkern schön krachig gerockt , auch "Girl" erinnert an die Veteranen des englischen Rock. Aber auch vor den Charlatans und Stone Roses gibt es mit dem groovig-tanzbaren "Brother" eine Verbeugung, die Kollegen von den Manic Street Preachers scheinen beim poppigen "Dakota" durch. Es fehlt also nicht an Bezügen zu einer langen Tradition, in der sich die Stereophonics mit Language. Sex. Violence. Other? eingebettet und zuhause fühlen. Trotz seiner seiner ziemlich hochgefahrenen Aggression gibt es natürlich auch noch die wunderschönen Britpop-Hymnen, die wenigstens drei Singles für das laufende Jahr garantieren. Diese Scheibe von Kelly Jones und Kollegen dürfte jedenfalls eine Menge Fans der ersten Stunde zurückgewinnen, die mit You Gotta Go There to Come Back verloren gingen, denn jetzt war die Band dort und ist wieder zurück gekommen. Zum Rock! --Deborah Denzer |