| Auf Dark Ages verarbeitet Max Cavalera nicht nur den Tod zweier geliebter Menschen, sondern liefert auch einige der besten Songs seiner Karriere ab. Der Albumtitel bezieht sich auf die Trauerphasen, die Cavalera nach dem Tod seines Enkels Moses und seines Freundes Dimebag Darrell (Pantera) durchlitt, und auch musikalisch verarbeitet der ehemalige Sepultura-SĂ€nger die SchicksalsschlĂ€ge mit fast schon schmerzhafter IntensitĂ€t. Die gnadenlos walzenden Gitarrenmonster sind von Furcht erregender BrachialitĂ€t, die unwiderstehlichen Grooves laden gleichermaĂen zum Abzappeln wie zum Headbangen ein, und textlich kommt Dark Ages gewohnt schnörkellos auf den Punkt. Aber das Album ist deutlich mehr als einfach nur eine gute Thrash-Metal-Platte, denn Maxe und seine Jungs jonglieren noch effektiver als in der Vergangenheit mit genrefremden Elementen. Grandiose Tribal-Einlagen, sphĂ€rische Ambient-Verschnaufpausen, schlĂŒssig integrierte Weltmusik-Parts und progressive Break-Kanonaden machen Dark Ages zu einer jederzeit spannenden, extrem energiegeladenen CD, die auch nach dem 20. Durchlauf nichts von ihrer Ausstrahlung verliert. -- Michael Rensen |