| Wie eine Reaktion auf die Provokation all derer, die sie einfach nur als so eine Art Comic-Scherz abtun möchten, erhebt Slipknot den Anspruch, dass es sich bei Iowa um eine WillenserklĂ€rung handelt, um ein echtes Heavy-Metal-Album. Wie es der Perkussionist Shawn Crahan ausdrĂŒckt: "We're able to cut into the wound, crawl inside, stitch it up ourselves and fester in the f***ing hurt" ('Wir sind imstande, in die Wunde hinein zu schneiden, dann hinein zu kriechen, sie selbst zuzunĂ€hen und dann in der verdammten Wunde herumzueitern'). Und von dem Urschrei und Gekreische zur BegrĂŒĂung bei "(515)" angefangen wird einem klar, dass das todernst gemeint ist. Iowa wirkt durch seinen erbarmungslosen Ausbruch unmittelbar einschĂŒchternd. Es wurde von dem genialen Ross Robinson mit grausiger Perfektion produziert, und es nimmt die besten Seiten von Slayer als Ausgangspunkt und kommt dann in Fahrt. "People = Shit", "The Heretic Anthem" und "New Abortion" sind hemmungslos und absolut brutal. Aber es wird nicht einfach nur drauf los geprĂŒgelt. "Disasterpiece" prĂ€sentiert ein unheimliches, hypnotisch wirkendes Riff, wĂ€hrend "Left Behind" einem vorkommt wie ein Duett zwischen Layne Staley von Alice in Chains und Slayers Tom Araya. "Gently" (ein alter Track, der hier erneut aufgenommen wurde) baut sich allmĂ€hlich auf von einer Industrial-AtmosphĂ€re bis hin zu einer LĂ€rmexplosion, und der Titeltrack (auch schon altbekannt und frĂŒher unter dem Titel "Killers Are Quiet" bekannt) ist ein zutiefst beunruhigender Heavy Metal "Midnight Rambler". Der Frontman Corey Taylor behauptet, dass er diesen splitternackt gesungen hat und dabei aus selbst zugefĂŒgten Wunden blutete, und es fĂ€llt einem ĂŒberhaupt nicht schwer, das zu glauben. Das gesamte Album ist meisterhaft aufgebaut, und es ist von schmerzlicher UrwĂŒchsigkeit und zutiefst faszinierend. --Dominic Wills |