| The Damned fingen 1980 damit an, Prince hat es sieben Jahre später berühmt gemacht und auch Jay-Z hat es jetzt: The Black Album. Wobei es bei Shawn Corey Carter einen ganz gravierenden Unterschied gibt, denn der Superstar, der gerne Schwarz um sich hat, trägt seine Karriere zu Grabe. "...all things must come to an end...", sagt Jay-Z dann auch treffend im "Interlude" des Abschiedwerkes. Ob die Entscheidung wohl endgültig ist? Neun Platin-Alben für über 20 Millionen verkaufte Tonträger hängen an seiner Wand, für The Black Album werden wohl ein paar Millionen dazu kommen. Das zehnte Platin ist ihm wohl auch sicher. Mal sehen, wann Jay-Z wieder das süße Blut der Musik leckt. Bis dahin wird er seine Sneaker-Kreation über Reebok verkaufen und das verzweigte Roc-A-Fella Imperium leiten. Dem Fan bleibt unter anderem The Black Album, und es gehört zu den Besten seiner Diskografie. Zum einen, weil es nicht um eine mit Füllmaterial gestopfte Doppel-CD handelt, zum anderen, weil Jay-Z weit gehend auf zähen R&B-Brei verzichtet und auf knackiges Material setzt. Dafür hat er sich ein Team ins Studio geholt, das sich mit ihm auf Augenhöhe befindet. The Neptunes, Timbaland, Rick Rubin, Eminem, DJ Quick und andere laufen zur Höchstform auf, um Jay-Z mit Beats & Sounds zu versorgen. Höhepunkt ist Rick Rubins metallisch krachendes "99 Problems", ein Feuerwerk unter den überdurchschnittlichen Mainstream-HipHop-Tracks auf The Black Album. --Sven Niechziol |