| Live After Death (1985) gehört genau wie Judas Priests Unleashed In The East, Deep Purples Live In Japan und AC/DCs If You Want Blood... You´ve Got It in jede Rock & Metal-Sammlung, die ernst genommen werden will. Alle vier sind Live-Platten mit verstärktem Kult- und Klassikerfaktor, was im Falle der Iron-Maiden-Scheibe unter anderem auch darauf zurückzuführen ist, dass sie der einzige offizielle Konzertmitschnitt ist, den die Briten in ihren besten Jahren -- den Achtzigern -- herausbrachten. Die über 100-minütige Doppel-CD enthält so unsterbliche Metal-Hymnen wie "2 Minutes To Midnight", "The Trooper", "Flight Of Icarus", "Rime Of The Ancient Mariner", "The Number Of The Beast" und "Iron Maiden" und erfüllt somit fraglos den Tatbestand der totalen Reizüberflutung mit Gänsehäuten, Nackenwirblern und Tränentreibern. Ausfälle gibt´s keinen einzigen zu vermelden, stattdessen werden haufenweise Evergreens in bestechenden Live-Versionen auf dem Silbertablett serviert. Besonders Basser/Bandboss Steve Harris und Power-Röhre Bruce Dickinson leisten Unglaubliches und verwandeln die Hallen in tobende Hexenkessel. Die mit nichts zu vergleichende Atmosphäre eines hochkarätigen Maiden-Konzerts wird ohne Abstriche in die heimische Stube transportiert und dürfte allen, die damals dabei waren, dutzendweise wohlige Schauer den Rücken runterlaufen lassen. --Michael Rensen |
|