| Dass Iron Maiden seit ihrer Reunion zu beinahe jeder Tour eine Live-CD oder -DVD veröffentlichen, wird ihnen sicherlich keinen OriginalitĂ€tspreis einbringen. Hörenswert sind die Konzertdokumente der wiedererstarkten Metal-Ikonen aber allemal. Wie auch schon bei Rock In Rio fĂ€llt auf, dass SĂ€nger Bruce Dickinson in deutlich besserer Form als in den neunziger Jahren ist und stimmlich fast an seine Glanzphase Mitte der Achtziger heranreicht. Auf der Doppel-CD Death On The Road, die den 95-minĂŒtigen Auftritt 2003 in der Dortmunder Westfalenhalle Revue passieren lĂ€sst, brilliert er in allen Tonlagen und veredelt sowohl knallhartes Metal-Geschrote als auch ruhigere Passagen mit seinem einzigartigen Organ. Aber auch der Rest der Truppe prĂ€sentiert sich in Geberlaune und gefĂ€llt mit einer durchweg energischen und spielfreudigen Performance. Auf dem Programm stehen relativ viele Nummern des aktuellen Studioalbums Dance Of Death (u.a. "No More Lies" und "Paschendale"), das Comeback-Epos "Brave New World" und ansonsten fast ausschlieĂlich Klassiker aus den achtziger und frĂŒhen neunziger Jahren. "Wrathchild", "Can I Play With Madness", "The Trooper", "Fear Of The Dark", "The Number Of The Beast", "Run To The Hills" - Ohrwurm reiht sich an Ohrwurm, und Iron Maiden beweisen eindrucksvoll, dass sie zumindest als Live-Band noch lange nicht zum alten Eisen gehören. -- Michael Rensen |