| Da ist es also endlich, das lang erwartete zweite Album der finnischen Senkrechtstarter HIM, die bereits mit ihrem Debüt eine markante Duftnote in der Rockszene hinterlassen haben. Auf ihrer neuen Scheibe haben es die Mannen um Ausnahmefronter Ville Valo sogar geschafft, die Songs noch ein Stückchen eingängiger zu gestalten. Beweis dafür dürfte unter anderem das superbe "Join Me In Death" sein, das sogar das Kunststück vollbracht hat, die erste harte Rocknummer seit langer Zeit zu sein, die die Pole Position der deutschen Charts eingenommen hat. Aber das ist auch kein Wunder, denn Songs wie der dynamische Opener "I Love You (Prelude To Tragedy)", "Poison Girl" oder "Right Here In My Arms" dürften auch Leuten gefallen, die sonst einen großen Bogen um harte Gitarren machen. Hier wird jeder angesprochen, vom Schwermetaller über den Gothic-Maniac bis hin zum Pop-Fan. Und diese Gabe, solche mehrheitsfähige Melodien im Dutzend rauszuhauen, haben nur die wenigsten aktuellen Acts. Razorblade Romance hat schon heute das Zeug dazu, eines der erfolgreichsten europäischen Hartwurst-Alben der letzten Jahre zu werden. Und das sei der hochsympathischen Band auch gegönnt! --Boris Kaiser |
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