| Mit ihrem DebĂŒtalbum No Angel gelang Dido Armstrong 1999 -- dank der Hilfe von Eminem, der ihren Song "Thank You" fĂŒr seinen Hit "Stan" sampelte -- weltweit der Durchbruch. Die zierliche SĂ€ngerin aus London hat sich vom Erfolg der Platte aber nicht besonders unter Druck setzen lassen und in Seelenruhe am Nachfolger gebastelt. Entsprechend gelöst klingen viele der Songs auf Life For Rent auch. Dido musste sich selbst nichts mehr beweisen. Die perfekte Voraussetzung also, erneut vollkommen unbeschwert auszuspielen. Als Mitstreiter fungieren auch diesmal Bruder Rollo (Faithless) und Produzent Rick Nowels, der sich bereits bei No Angel als Ă€uĂerst hilfreiche Kraft erwies. Zusammen spielte das Trio in völlig relaxter AtmosphĂ€re elf neue Songs ein, darunter die wunderbar bewegende, mit ein paar zarten Pianotupfern verzierte Midtempo-Hymne "White Flag" und das mit dezenten Elektronik-KlĂ€ngen angereicherte "Stoned". Dido drĂŒckt jedem Song mit ihrer unverwechselbaren Stimme ihren Stempel auf. Wer von ihren einfĂŒhlsamen Phrasierungen bereits auf dem DebĂŒt nicht genug bekommen konnte, der wird auf Life For Rent bestens bedient. Auch wenn sie sich mit den neuen StĂŒcke nicht allzu weit von ihrer Ausgangsbasis entfernt, gibt es doch immer wieder Songs zu bestaunen, die sich nicht so ohne weiteres ins gĂ€ngige Klangbild einfĂŒgen wollen, so zum Beispiel "See You When You're 40" oder die klassische Downbeat-Ballade "Do You Have A Little Time". --Norbert Schiegl |