| Die letzten Studioscheiben der britischen Hardrock-Legende Def Leppard konnten nur bedingt überzeugen. Wie man mit Stil Vollgas gibt, zeigen Joe Elliott & Co. ausgerechnet auf einer CD voller Coverversionen. Die Band drehte die Uhr bis in ihre Kindheit zurück, griff sich 14 ihrer größten Inspirationen heraus und interpretiert diese auf Yeah! mit einer gesunden Mischung aus nostalgischer Ehrfurcht, gut abgehangener Reife und frischem Elan. Abgesehen von der Kinks-Nummer "Waterloo Station" stammen alle Kandidaten aus den siebziger Jahren, wobei man die üblichen Golden Oldies außen vor lässt und sich vor allem Geheimtipps zur Brust nimmt. Die stilistische Bandbreite reicht von T.Rex, Roxy Music und David Bowie über Mott The Hoople, Free und die Faces bis hin zu Thin Lizzy. Neben der geschmackvollen Art und Weise, wie Def Leppard mit den Originalen umgehen, gefällt vor allem der schön erdige Sound, der sich fast zwangsläufig ergab, als man im Studio viele Passagen live mit der ganzen Band aufnahm und auf klangliche Nachbearbeitungen verzichtete. -- Michael Rensen |