| 1984 feierten die eigentlich schon längst totgesagten britischen Heavy-Rocker Deep Purple mit Altsänger Ian Gillan und dem famosen Perfect Strangers-Album ein umjubeltes Come-back und katapultierten sich quasi über Nacht zurück auf den Gipfel des Hardrock-Olymps. Der zurückgewonnene gute Ruf wollte mit dem nächsten Longplayer verteidigt werden und das gelang nur bedingt. The House Of Blue Light ('87) ist kein schlechtes Album, steht jedoch zu jeder Sekunde im Schatten des übermächtigen Vorgängers. Das Songwriting ist nicht ganz so brillant, die Soli klingen nicht ganz so begnadet. Was aber vor allem schmerzlich vermisst wird, ist die spontane, lebendige Energie, die Perfect Strangers ausstrahlte. The House Of Blue Light sollte beim Abmischen auf Krampf aufgemöbelt werden, dieser Kraftakt wirkte sich letztlich aber eher negativ auf die grundsätzlich eigentlich ganz anständige Platte aus. --Michael Rensen |