| Die Franzosen sind wieder da! Daft Punk setzen mit ihrem neuen Album Human After All dort an, wo sie bei Discovery endeten. Von einer Weiterentwicklung kann zwar nicht wirklich die Rede sein, trotzdem werden Fans verrĂŒckt nach dem neuem Material sein: der Titeltrack stimmt den Hörer noch recht poppig ein: Vocoder und eine verzerrte Gitarre bestimmen diesen im Midtempo groovenden Song. Mit Vocoder wird auch bei "The Prime Time Of Your Life" gearbeitet, das allerdings gegen Ende ins Belanglose abfĂ€llt, wenn der Track mit 500 BPM in eine Art MotorengerĂ€usch endet. Schade drum, hat er doch vielversprechend begonnen. Erstes Highlight HHighlight ist die Single "Robot Rock", die von Stil und Machart an "Da Funk" erinnert. "Steam Machine" kontert wieder experimentell: Electrobeats und das prĂ€gnante Sample bestimmen den kompletten Songaufbau, der gĂ€nzlich ohne Melodie auskommt. Runtergeschaltet wird bei "Make Love", dessen langsam dahintreibender Drum & Piano-Loop durch ein geseufztes "Make Love" unterstĂŒtzt wird. Nach der Verschnaufpause dröhnt der hĂ€rteste Song des Albums aus den Boxen: "Brainwasher". Mit seinem postmodernen, technoiden Aufbau erinnert der stark an Sven VĂ€ths Kultlabel "Harthouse" und dessen frĂŒhe Releases zu Anfang der Neunziger. Nett - auch im Club! Dass Bangaltar & de Homem Christo auch noch wohnzimmertaugliche Clubtracks draufhaben, beweisen sie mit "Television Rules The Nation" und dem durch seine hochgepichten Hip Hop Skills Ă€uĂerst prĂ€gnanten "Technologic", dass bereits in den Playlists diverser House DJs aufgetaucht ist. SchluĂtrack "Emotion" ist Retro-Future-Pop in Reinform. Französisch, nicht fassbar, provokativ, anders: Daft Punk. Kein zweites "One More Time", eher schmutzige, elektronische Unterhaltung! --Mark Hartmann |