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Monkey Business

Black Eyed Peas



Monkey Business Die Zeiten, dass man sich ob der Qualitäten der Black Eyed Peas den Mund fusselig redet und die Finger blutig schreibt, sind mit Monkey Business wohl endgültig vorbei. Die HipHop-Band aus Chicago schaffte nach einer langen, langen Durststrecke mit dem dritten Album Elephunk endlich den so verdienten Durchbruch. Und das bei uns auch verspätet, wurde das 2003er-Album doch schon Monate vorher in den USA veröffentlicht. Über sieben Millionen mal verkaufte es sich weltweit und die Singles Where Is The Love? und Shut Up stürmten die Charts. Erfolge, deren Konsequenz eine anderthalb Jahre lange Live-Tour durch große Hallen der Welt war. Zwischen noch nie besuchten Ländern und Städten, zwischen neuen Einflüssen und menschlichen Begegnungen entstand dann auch das Material von Monkey Business. Noch nie klangen die BEP derart nach Pop, noch nie kehrten sie ihre unbändige Lust nach tanzenden Beats derart nach außen. Taboo, Fergie, will.i.am und apl.de.ap sind vom HipHop-Underground ohne Zwischenstopp zum Mainstream durchgestartet. Monkey Business bietet zwar ein kurzweiliges Vergnügen, aber es ist das schwächste Album der Gruppe, weil ihm die Nachhaltigkeit fehlt. Es ist einfach nicht cool, über zehn Jahre nach Pulp Fiction noch einmal mit dem Thema von Misirlou des Surf-Sound-Erfinders Dick Dale in dem Opener „Pump It“ zu arbeiten. Noch uncooler ist das finale „Union“, das sich bei Englishman In New York bedient, dessen Songschreiber Sting obendrein von den BEP eingeladen wurde. Dazwischen aber finden sich doch ein paar Perlen wie das Fugees-like „Don't Lie“. Unterstütz von Studiocracks wie Timbaland, unzähligen Studiomusikern und illustren Gästen wie Justin Timberlake, Q-Tip, Talib Kweli, Funk-Legende James Brown oder Branford Marsalis rauschen die Peas vergnügt zwischen Drum & Bass, Soul und Party-Rap, gerne verwenden sie dabei die Handclaps als Rhythmus. Damit bildet Monkey Business in seiner stilistischen Wechselhaftigkeit genau das Pendant zum parallel erschienen R-&-B-Konzentrat Be von Common. Der wartet immer noch auf den ganz großen Erfolg, zumindest in dem Fall haben ihn die Black Eyed Peas endgültig überholt. --Sven Niechziol




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